Kirchen in Halberstadt
Die Stadt Halberstadt ist heute noch reich an historischen Kirchengebäuden, obwohl im Laufe der Jahrhunderte und durch die Zerstörungen durch Krieg und 40 Jahren Real-Sozialismus einige Gotteshäuser aus dem Stadtbild verschwunden sind.
Markant und in Sachsen-Anhalt wohl einmalig ist die Stadtsilhouette, die - je nach Himmelsrichtung - die Türme von St. Martini, Dom und Liebfrauenkirche aufreiht. Sie zeugen von kirchlicher und bürgerlicher Macht, vom Selbstbewußtsein der Einwohner dieser Stadt im Mittelalter, die gerne, wie übrigens anderswo auch, diese Macht in repräsentativen Kirchenbauten darstellten.
Heute ist Halberstadt mit seinen etwa 40.000 Einwohnern eher ein kleines Städtchen mitten in Deutschland. Im westlichen Sachsen-Anhalt, am nördlichen Rand des Harzes gelegen ist sie eine Stadt, in der sich die Vergangenheit an ihrer Bausubstanz ablesen läßt. Neben dem eindrucksvollen Dom steht das neuerrichtete Stadtzentrum aus dem Jahr 1998 mit seinem Rathaus. Neben großflächiger Plattenbebauung stehen die Reste einer mittelalterlichen Fachwerkstadt, die teils im Krieg zerstört und teils in den 80er Jahren durch Abriß vernichtet wurde.
Die Bebauung als ein Bindeglied zwischen Gegenwart und Geschichte; nicht überall wurde diese Bindung zerstört. Die erhaltenen Kirchen erfüllen diese Funktion noch immer.