19.06.2010 Orgelkonzert mit Christian Stötzner
Verbeugung vor Bach
Ein einzigartig schönes Orgelkonzert fand am letzten Sonnabend im Dom zu Halberstadt statt. Im Vordergrund standen Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Dem Organisten Christian Stötzner ist es ein großes Bedürfnis, Werke dieses großen Meisters erklingen zu lassen, denn er kommt aus Eisenach, dem Geburtsort Bachs.
Außerdem ist Christian Stötzner Organist und Kantor an der Georgenkirche, der Taufkirche Bachs.
Seine musikalische Laufbahn begann der gebürtige Leipziger als Thomaner. Neben zwei Präludien und Fugen hörten die Konzertbesucher vier Choralbearbeitungen aus dem dritten Teil der „Clavierübung“, besonders zu Herzen gehend „Christ unser Herr zum Jordan kam“ (BWV 684).
Im Programmablauf standen aber noch zwei weitere Kompositionen, denen sich Christian Stötzel verbunden fühlt. So spielte er von Johann Pachelbel die Partita „Was Gott tut, das ist wohlgetan“. Pachelbel war von 1677 bis 1678 Hoforganist in Eisenach.
Zum Abschluss stand Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Er ist ein Komponist des 19. Jahrhunderts, dem die Aufführung der Bachschen Werke eine Herzensangelegenheit war.
Christian Stötzner spielte die Sonate c-Moll op.65 Nr. 2 und ließ die Domorgel jauchzen und jubilieren und versetzte die Zuhörer in Staunen und Begeisterung.
Von Eveline Neuhaus