Orgel und Panflöte - zauberhafte Klänge im Dom zu Halberstadt

Am 09. Juli 2011 betraten die Zuhörer mit großer Spannung und Erwartung den Halberstädter Dom zum Orgelkonzert. Helmut Hauskeller – Panflöte und Claus-Erhard Heinrich an der Orgel musizierten gemeinsam. Schon mit den ersten Tönen des Konzertes in D-Dur von Georg Philipp Telemann wurden alle Zuhörer durch die glockenreine Intonation der Panflöte verzaubert, ist sie doch eigentlich die Vorgängerin der heutigen Orgel. In der neuesten Zeit erfährt sie in der Musizierpraxis wieder eine gewisse Beliebtheit.
Durch das sehr gut durchdachte Programm konnte ein großer Bogen gespannt werden von der Renaissance bis zur Moderne und von liturgischen Melodien bis zur internationalen Folklore, also sehr abwechslungsreich.
Nehmen doch die Kompositionen für Orgel bei Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel nicht die große Bedeutung ein, so sind es interessante Werke, die meisterhaft durch beide Instrumente interpretiert wurden, ein wundervolles Wechselspiel, klar in der Linienführung und im fein abgestimmten Dynamischen. Mit der Toccata in d-moll von Buxtehude war der volle Orgelklang zu hören und mit der Toccatina for Flute von Pietro A. Yon lauschten alle Zuhörer der Panflöte – da Herr Hauskeller den Dom betrat und fast hautnah die Panflöte erklingen ließ.
Mit seiner Komposition „Jauchzender Pan“ schuf Claus-Erhard Heinrich tonmalerische Bilder. Er zeigte feines Gespür für Reinheit in den Klangfarben und eine große Poesie.
Der erste Teil des Konzertes brachte Orgelwerke deutsche Meister zu Gehör, die durch die Intonation beider Instrumente eine völlig andere Klangpoesie erhielten und versetzte die Zuhörer in einen gewissen Zauber. Es beeindruckte das gemeinsame Musizieren, - kein Instrument wollte übertrumpfen. Die Konturen wurden klar gezeichnet mit dynamischen Kontrasten – ein Gleichklang beider Instrumente.

Durch die Kompositionen der Moderne, vor allem durch das Meley internationaler Folklore aus Südamerika und Südosteuropa wurde ein beschwingter Ausklang des Konzertes erreicht.
Der große Beifall des Publikums im sehr gut besuchten Halberstädter Dom wurde mit den

Zugaben: Cesar Franck: Panis angelicus, „Kalinka“ und „Schlitten mit Glocken“ (Rumänien) belohnt.

Hannelore Sischka