Werke mitteldeutscher Orgelmusik im Dom
Nach dem letzten Klang der Glocken trat erhabene Stille im Dom ein. Am Pfingstsonnabend, den 11.06.2011 erlebten die Zuhörer ein Orgelkonzert in musikalischer Klangschönheit. Ulrike Stroh spielte Werke der mitteldeutschen Orgelmusik. Das gesamte Programm war gut durchdacht und hatte den Gedanken des Pfingstfestes zum Inhalt. Berücksichtigung fanden auch 2 Gedenktage dieser Komponisten.
Die große Meisterschaft und die Virtuosiät der mitteldeutschen Orgelmusik einmal deutlich zu machen, war das Anliegen dieses Abends.
Mit dem kraftvollen und musikalisch anspruchsvollen Werk: Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 von Johann Sebastian Bach wurde das Konzert eröffnet, klar und durchsichtig gespielt.
Im folgenden Choral von Gottfried Scheidt war der Choral: „Allein Gott in der Höh` sei Ehr`“ zu hören, sehr überzeugend und deutlich in dynamischer Ausdrucksweise vorgetragen.
Mit den Variationen über eine Gagliarda von John Dowland bekamen wir ein interessantes Werk zu hören, in dem die große Formkraft und Meisterschaft Samuel Scheidts hervortrat. Er zählt zu den bedeutendsten Organisten des deutschen Frühbarock.
Ulrike Stroh führte dann die Zuhörer in die virtuose Klangwelt des Orgelspiels mit der Choralfantasie: „Komm heil`ger Geist“ BWV 651 von Johann Sebastian Bach. Mit diesem Werk gestaltete sie einen Höhepunkt.
Die Fantasie d-moll von Friedrich Wilhelm Stade brachte eine andere Farbigkeit des Orgelklangs. Hier zauberte sie besondere Momente in tonlicher Schönheit.
Im Orgelchoral „Mir ist Erbarmung widerfahren“ von August Gottfried Ritter nutzte Ulrike Stroh noch einmal alle Spielmöglichkeiten der Orgel und schuf somit einen klangvollen Abschluß. Für alle Zuhörer wurde dieses Konzert zu einem bleibenden Erlebnis mit der Vorfreude auf das nächste Orgelkonzert.
Der lang anhaltende Beifall wurde mit einer Zugabe belohnt.
Hannelore Sischka