Opernchor für die Beckorgel in Martini

130 Besucher konnten am vergangenen Montag in der Martinikirche einem geistlichen Konzert des Opernchores vom Städtebundtheater unter der Leitung von Chordirektor Jan Rozehnal lauschen.

Mit einem Werk (deutsche Erstaufführung) von Peter Zagar über Texte der Offenbarung des Johannes begann der Konzertabend. Viele Zuhörer hatten sich vielleicht innerlich auf viele Disharmonien eingestellt, da die Komposition zeitgenössisch ist. Aber es war dann ganz anders. Musikalisch anrührend, tröstend, aber auch mahnend haben die Solistinnen Ildikó Szabó und Regina Pätzer mit dem Chor, Musikern des Jacobus Quartett und weiteren Mitgliedern des Theaterorchesters dieses Werk gestaltet. Der lateinische Text war in einer guten Übersetzung den Zuhörern an die Hand gegeben. So konnten sie selbst für sich den Zuspruch erfahren: Gott wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und ER wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.

Danach sangen die Damen des Chores von der Empore mit Orgelbegleitung ( Organistin: Olga Bechtold) zwei Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy: Laudate pueri und Veni Domine.

Es wird für die Orgel von St.Martini einer der letzten Einsätze gewesen sein, da das Instrument von Ernst Röver abgegeben werden soll, um für die Rekonstruktion der Beck-Orgel Platz zu schaffen.

Zeitlich musikalisch wurde mit dem dritten Werk von Antonio Vivaldi “ Gloria“ fast der Anschluß an die Entstehung der Beckorgel (1596) erreicht. Herrliche Chöre und am Beginn und Ende beim Gloria überstrahlt von der Trompete (Matthias Kunert).

Die Zuhörer haben ihre Begeisterung durch herzlichen und stürmischen Beifall gezeigt und besonders noch über die Zugabe von Johann Sebastian Bach: Jesus bleibet meine Freude.

Der Förderverein dankt Jan Rozehnal und allen Mitwirkenden für die großartige Leistung und Unterstützung. Das Konzert erbrachte 1135 € Spendengelder für das Orgelprojekt.